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Bildung
05.05.2021
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Aus- und Weiterbildung im DVS

Bessere Quali­fi­ka­tionen sor­gen für bessere Chancen

Schaut man sich die wesentlichen Merkmale an, die die Qualität von beruflicher Aus- und Weiterbildung auszeichnen, sind zwei Eigenschaften maßgeblich: Erstens, dass Standards gesellschaftlich akzeptiert sind, und zweitens, dass das Berufsbildungspersonal entsprechend qualifiziert ist. Beides bietet der DVS mit seinem Bildungssystem.

Konkret bedeutet das: Wenn es überbetriebliche Ausbildungs- und einheitliche Prüfungsstandards gibt, die von den Unternehmen und der Gesellschaft gleichermaßen anerkannt und geschätzt werden, dann ist das ein Zeichen für eine gleichbleibend hohe Qualität der Berufsbildung.

Außerdem heißt es: Je besser das Personal in der Berufsbildung qualifiziert ist, desto besser gelingt es, Lernprozesse zu organisieren und zu gestalten. Ihre Qualifikation und Kompetenzen sorgen dafür, dass fachliches und pädagogisches Wissen in den Lerneinheiten verknüpft wird. Darüber hinaus hängt von dem Personal in der Berufsbildung ab, inwieweit Theorie und Praxis gleichermaßen in den Lehrgängen vermittelt werden.

DVS-Bildungseinrichtungen sorgen für Qualität in der Ausbildung

Wer am Ende davon profitiert? Die Lehrgangsteilnehmer, also die „Schüler“, und die Unternehmen der Branche. Genau deshalb garantieren die DVS-Bildungseinrichtungen eine anerkannte Berufsbildung gemäß den DVS-IIW/EWF-Richtlinien. Sie schaffen außerdem den Rahmen für eine zertifizierte und akkreditierte Lernumgebung in den Bildungseinrichtungen.

Damit dies so bleibt, entwickelt der DVS mit den Fachgremien im Ausschuss für Bildung (AfB) und mit DVS-PersZert, der Personalqualifizierungsstelle des DVS, Richtlinien zur Aus- und Weiterbildung. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass diese aktuell sind und den Anforderungen des Arbeitsmarktes entsprechen. Sie haben in den vergangenen Monaten unter anderem den beruflichen Bildungsweg des „Internationalen Schweißers“ (IS) in den Fokus genommen:


Internationaler Schweißer (IS)

Was ist?

Es gibt

  • die Richtlinien DVS-IIW/EWF „1111-1 Internationaler Schweißer (IS) - Mindestanforderungen an die Ausbildung, Prüfung und Qualifizierung – Teil I: Allgemeine Hinweise, Voraussetzungen“ und
  • die Richtlinie DVS-IIW/EWF „1111-2 Internationaler Schweißer (IS) – Mindestanforderungen an die Ausbildung, Prüfung und Qualifizierung – Teil II: Regeln und Anleitung zu Testobjekten“.

Der Teil 1 sieht den grundsätzlichen Nachweis einer Handfertigkeit als Zugangsvoraussetzung vor. Diese können z.B. über gültige Schweißerprüfungen nach ISO 9606 nachgewiesen werden. Die Art und der Umfang des alternativen Nachweises sind für diesen Ausbildungsweg nicht einheitlich definiert.

Was kommt?

Die oben genannten Richtlinien werden um einen Teil 3 ergänzt. Dieser Teil 3 soll einen theoretischen Teil mit definierten Fragen und einen praktischen Teil mit definierten Testschweißungen beinhalten, die als Zugangsvoraussetzung anerkannt werden können.
Hierbei können die zeitlichen Vorgaben bei der Durchführung des Lehrganges individuell zwischen den Bildungseinrichtungen und den Kunden vereinbart werden. So bleibt den DVS-Bildungseinrichtungen mehr Spielraum, um die Personalqualifizierung flexibel auszugestalten. Die Kurse können in der Folge mit einer kürzeren Ausbildungszeit am Markt angeboten werden. Das ist für die Kunden bzw. Unternehmen von besonderem Interesse, weil die Mitarbeiter so dem Betrieb länger zur Verfügung stehen.


Ansprechpartner:

Marvin Keinert M. Sc.

+ 49 211 1591-188

marvin.keinert@dvs-hg.de