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Quelle: ifw jena
DVS Group
07.07.2021
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ifw Jena

Neue Ofen­anlage am ifw Jena in Betrieb ge­nommen

Ofengebundene Prozesse wie Wärmebehandlung additiv gefertigter Bauteile, Ofenlöten oder Diffusionsschweißen sind seit mehr als 25 Jahren ein wichtiger Forschungsbereich des ifw Jena | Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung GmbH. Das Forschungsinstitut verfügt über sechs Ofenanlagen unterschiedlicher Hersteller, um in Forschungsprojekten Ofenprozesse zu entwickeln und zu optimieren, die für die Anwendung in Industrieunternehmen relevant sind.

Die Prozesse sind dabei so vielfältig wie die Anlagen am ifw Jena. Neben dem Löten und der Wärmenachbehandlung wird am Institut auch das Diffusionsschweißen von Metallen und Gläsern untersucht. Im März 2021 besuchte der Staatssekretär für Wissenschaft und Hochschulen des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft das ifw Jena, um das Forschungsinstitut und seine Arbeit kennenzulernen. Bei seinem Besuch überreichte er dem Institut zwei Zuwendungsbescheide für neue Investitionen, gefördert durch das Land Thüringen. Mit der Förderung durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft plant das ifw Jena zum einen eine Weiterentwicklung seiner Forschungsarbeit in den Bereichen der Lasermaterialbearbeitung und der Additiven Fertigung. Zum anderen soll mit den Mitteln das digitale Arbeitsumfeld für alle Kolleginnen und Kollegen weiterentwickelt und mobiles Arbeiten noch sicherer und flexibler ermöglicht werden.

Im Herbst des vergangenen Jahres konnte am ifw Jena eine weitere Ofenanlage in Betrieb genommen werden. Mit der neuen Vakuum-Härteanlage soll vor allem die Forschungstätigkeit zur Wärmebehandlung additiv gefertigter metallischer Bauteile erweitert werden. Der neue Vakuum-Kammerofen dient dazu, die fertigen Bauteile nach dem additiven Fertigungsprozess zu behandeln und durch die Wärmebehandlung Gefügestrukturen und andere Werkstoffeigenschaften einzustellen, die bei der eigentlichen Fertigung nicht erreichbar sind. Die Ofenanlage wurde im Rahmen der Beteiligung des ifw Jena am Thüringer Zentrum für Maschinenbau (ThZM) finanziert: Gemeinsam mit vier weiteren Thüringer Forschungsinstituten vernetzt sich das ifw Jena hier, um Industrieunternehmen bei der Entwicklung und Einführung neuer Verfahren und Technologien zu unterstützen. Mit der neuen Anlage trägt das ifw Jena dazu bei, die Kompetenzen des ThZM zu erweitern und Unternehmen in Thüringen mit industrienaher Forschung zu unterstützen.

Das ifw Jena ist eine Beteiligungsgesellschaft des DVS.