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Technik
11.10.2021
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Neues aus dem DVS-Regelwerk

Wider­stands­punkt­schweißen von Fein­blechen aus press­här­ten­den Stäh­len

Die Automobilindustrie ist kontinuierlich auf der Suche nach Lösungen, um das Gewicht der Fahrzeuge zu reduzieren und dabei gleichzeitig die passive Sicherheit zu erhöhen. Deshalb wurden u. a. presshärtende Stähle (PHS) entwickelt. Durch das Presshärten, auch Warmumformung oder Formhärten genannt, lassen sich Blechformteile mit höchsten Festigkeiten und hoher geometrischer Komplexität herstellen.

Das neue DVS-Merkblatt 2935-3 gibt dem Anwender nun wichtige Informationen über die Punktschweißeignung (Prozess ISO 4063: 21) dieser Stähle, über die Eigenschaften der Punktschweißverbindungen sowie Richtwerte und Verfahrenshinweise für das Durchführen der Schweißungen. Das Merkblatt gilt für das Widerstandspunktschweißen von presshärtenden Stählen bis 3 Millimeter Einzelblechdicke mit und ohne Wärmebehandlung.

Der Einsatz pressgehärteter Stähle ermöglicht die Leichtbauweise und hat deshalb eine hohe Relevanz für Anwendungen in der Elektromobilität. Dies gilt insbesondere für sicherheitsrelevante Komponente im Automotivbereich, wie Schweller, Tunnel, Langsträger, A- und B-Säulen.

Weitere Vorteile des Widerstandspunktschweißens von presshärtenden Stählen sind:

  • komplexe Bauteile sind realisierbar,
  • große Bauteile sind darstellbar,
  • verfügt über ein sehr gutes Crashverhalten,
  • hat eine sehr gute Fügeeignung.
     

Das Merkblatt DVS 2935-3 „Widerstandspunktschweißen von Feinblechen aus niedriglegierten Stählen – Presshärtende Stähle“ kann als PDF-Datei im DVS-Regelwerksportal heruntergeladen werden. DVS-Mitglieder haben kostenfreien Zugriff auf die Dokumente.

 

Merkblatt DVS 2935-3 
Widerstandspunktschweißen von Feinblechen aus niedriglegierten Stählen – Presshärtende Stähle

Themengebiet: Widerstandsschweißen
Erscheinungsdatum: Juni 2021
Arbeitsgruppe im DVS: V 3.2 Punkt-, Rollen- und Buckelnahtschweißen