Das Institut für Schweißtechnik und Fügetechnik (ISF) an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen hat am Freitag, den 24. April 2026, sein halbjährliches Industriekolloquium ausgerichtet. Unter dem Titel „Innovative Startups in der Fügetechnik“ standen nachhaltige Fertigungslösungen, neue Geschäftsmodelle und aktuelle Entwicklungen aus der industriellen Praxis im Mittelpunkt. Die Veranstaltung brachte Partner, Fachpublikum sowie Gründerinnen und Gründer aus unterschiedlichen Phasen der Unternehmensentwicklung zusammen.
Die Vortragsreihe zeigte eine große Bandbreite innovativer Aktivitäten in der Fügetechnik: von Unternehmen, die sich bereits erfolgreich am Markt etabliert haben und kaum noch als klassische Startups wahrgenommen werden, bis hin zu jungen Existenzgründungen, die parallel zur Promotion oder zu weiteren beruflichen Tätigkeiten entstehen. Es wurde deutlich, wie vielfältig die Wege von der Idee zur industriellen Anwendung sein können.
Zwei der beim Industriekolloquium vorgestellten Gründer finden sich auch im nächsten DVS MAGAZIN wieder. Dr.-Ing. Florian Müller und Dr.-Ing. Samuel Mann werden dort – gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Magdeburg – porträtiert. Sowohl in den Magazinbeiträgen als auch bei der Veranstaltung selbst wurde deutlich, dass technologische Innovationen maßgeblich von den handelnden Personen vorangetrieben werden. Ihre fachliche Expertise, unternehmerische Motivation und Vernetzung gelten als entscheidende Faktoren für den Transfer in die industrielle Anwendung.
„Innovationen aus Forschung und Gründung brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. Förder-, Existenzgründungs- und Forschungsprogramme müssen stabil und kalkulierbar bleiben, damit aus guten Ideen nachhaltige Lösungen für die industrielle Praxis entstehen können. Die Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e. V. des DVS, kurz DVS Forschung, leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, indem sie gezielt den Transfer von Forschungsergebnissen in die Anwendung unterstützt und damit den Weg für erfolgreiche Innovationen ebnet“, erklärt Dr.-Ing. Johannes Weiser, Vorsitzender der DVS Forschung.
Die RWTH Aachen spielt für diese Entwicklungen eine zentrale Rolle. Das ISF bietet Gründerinnen und Gründern nicht nur technische Infrastruktur und wissenschaftliches Know-how, sondern auch Zugang zu Netzwerken und Plattformen für Sichtbarkeit. Ergänzend dazu trägt das DVS-Netzwerk dazu bei, Akteure zusammenzubringen und den fachlichen Austausch über Institutionen hinweg zu fördern.
Prof. Dr.-Ing. Uwe Reisgen, Leiter des Instituts für Schweißtechnik und Fügetechnik sowie Vorsitzender des Ausschusses für Technik im DVS, betonte in diesem Zusammenhang: „Erfolgreiche Ausgründungen benötigen neben einer guten Idee vor allem das richtige Umfeld. An der RWTH Aachen erhalten Gründerinnen und Gründer das notwendige Rüstzeug – von exzellentem Equipment über die hervorragende fachliche Begleitung bis hin zu effektiven Netzwerken und internationaler Sichtbarkeit.“
Die Veranstaltung „Industriekolloquium“ wird u. a. von dem DVS-Bezirksverband Aachen unterstützt.
Bildunterschrift: Prof. Dr.-Ing. Uwe Reisgen (links) stellt während des Industriekolloquiums Dr.-Ing. Fatma Akyel und ihr Unternehmen, die WeldNova GmbH, vor.