
Hier setzen Fachleute die Themen der Zukunft für das Widerstandsschweißen in Elektrotechnik und Feinwerktechnik: Die DVS-Arbeitsgruppe (AG) V 3.3. ist das wichtigste Gremium für die Branche in allen Fragen rund technische Standards, neue Forschungsprojekte und praxisnahen Austausch. Sie bietet eine Plattform die fachliche Diskussion zwischen Industrie, Anwender und Forschung.
Die AG setzt mit der Arbeit am Regelwerk technische Standards und setzt Impulse für neue Forschungsprojekte.
Über die aktuellen Herausforderungen und seine persönliche Motivation haben wir mit dem Obmann der Arbeitsgruppe, Dr. Tobias Broda, gesprochen. Im Interview erläutert er, welche Schwerpunkte er setzt und welche Vorteile eine Mitarbeit in diesem Gremium für Fachleute hat.

Tobias Broda: Ich bin bereits seit langer Zeit in der DVS-Arbeitsgruppe „Widerstandsschweißen in Elektrotechnik und Feinwerktechnik“. Bereits während meiner beruflichen Tätigkeit in der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt Halle hatte ich Kontakt zur Arbeitsgruppe und habe durch die Mitarbeit viel gelernt. Außerdem habe ich mir durch das Engagement in der Arbeitsgruppe ein umfangreiches berufliches Netzwerk aufgebaut, das für mich fachlich und persönlich sehr wertvoll ist.
Tobias Broda: Widerstandsschweißen in Elektrotechnik und Feinwerktechnik ist der Hidden Champion in der Fügetechnik. Das Verfahren ist unverzichtbar, wenn es um präzise, elektrisch leitfähige und mechanisch stabile Verbindungen geht. Es wird zum Beispiel in Batteriezellen, Kontakten und messtechnischen Baugruppen genutzt, bietet geringe Wärmeeinbringung und hohe Automatisierbarkeit. Die Industrie profitiert von kurzen Schweißzeiten, Kosteneffizienz und zuverlässiger Qualität, besonders in der Massenproduktion.

Tobias Broda: Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht, den aktuellen Stand der Technik zu diskutieren und technische Standards zu erstellen. Voraussetzung dafür ist eine Arbeitsgruppe, die gut funktioniert – zum Bespiel durch neue Mitarbeitende und die Nachwuchsarbeit. Mir ist wichtig, Themen und wissenschaftliche Fragestellungen zu bearbeiten und zu platzieren.
Tobias Broda: Ein Schwerpunkt meiner Arbeit ist, neue Themen für Forschungsprojekte zu generieren. Wir begleiten als DVS-Arbeitsgruppe kontinuierlich Forschungsprojekte und pflegen einen Austausch zwischen Hochschulen, Instituten und Unternehmen. Zudem ist Kleinteilschweißen eine Nische, weshalb der Bekanntheitsgrad gesteigert werden muss.

Tobias Broda: Es gibt eine Reihe von Vorteilen, die für eine Mitarbeit sprechen: An erster Stelle steht die Mitarbeit an technischen Regelwerken des DVS. Auf diese Weise lassen sich Regeln mitgestalten. Ein weiterer wichtiger Grund ist der fachliche Austausch in der Branche – wir diskutieren fachliche Fragen und setzen technische Standards. In den letzten Sitzungen haben wir die Merkblätter DVS 2950 (04 / 2010) – Widerstandsschweißen in der Elektronik und Feinwerktechnik – Übersicht und Grundlagen und DVS 2944 (07 / 2017) – Widerstandsbuckelschweißen an NE-Metallen und Werkstoffpaarungen für Kleinteile auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Sie werden bald im DVS-Regelwerksportal verfügbar sein. Auch das persönliche Gespräch mit Fachleuten aus der Branche ist sehr wertvoll. Die Sitzung einer DVS-Arbeitsgruppe, die in Präsenz stattfindet, ist menschlich wie fachlich stets bereichernd.
Wenn Sie technische Standards im Widerstandsschweißen in Elektrotechnik und Feinwerktechnik gestalten möchten und neue Impulse für Ihre Arbeit suchen, dann ist die Mitarbeit in der AG V. 3.3. die richtige Entscheidung. DVS-Arbeitsgruppen bestehen aus Fachleuten, die sich in der Branche oder in dem Fachbereich bestens auskennen.
DVS-Arbeitsgruppe (AG) V. 3.3. Widerstandsschweißen in Elektrotechnik und Feinwerktechnik
Technische Referentin:
Lisa Rauscher M. Sc.