Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat im Ozeaneum in Stralsund sechs Frauen und vier Männer aus Vorpommern mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Die Geehrten setzen sich für die Bewahrung der Meere und für den Naturschutz ein, sie fördern die Wissenschaften und das Kulturleben, leisten herausragende Kinder- und Jugendarbeit und stärken mit ihrem Engagement den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. "Was Sie tun, ist für die Demokratie in unserem Land nicht einfach nur Beiwerk, sondern es stärkt den inneren Kern der Demokratie", würdigte er das Engagement der Ausgezeichneten.
Die Ordensverleihung fand während der "Ortszeit Stralsund" statt, der 18. Reise des Bundespräsidenten in der Reihe "Ortszeit Deutschland". Er verlegt dabei seinen Amtssitz für drei Tage in verschiedene Regionen, um mit Menschen überall im Land in einen direkten Austausch zu kommen. Dabei ist es ihm auch ein großes Anliegen, denen zu danken, die sich seit Langem in herausragender Weise um das Gemeinwohl verdient machen.
Martin Hurtienne gilt als Vorbild für unternehmerische Verantwortung, die weit über das rein berufliche Wirken hinausreicht. Als Bauunternehmer trägt er dazu bei, dass Ikonen der Architektur wie die Neue Nationalgalerie in Berlin erhalten bleiben oder neue Landmarken wie das Ozeaneum in Stralsund entstehen. Da er seiner Heimat Rügen zutiefst verbunden ist, engagiert er sich auch ehrenamtlich für deren architektonisches Erbe und ihr Kulturleben. Dass Denkmäler auf Rügen wie die Preußensäulen erhalten, die historische Schmiede in Lauterbach wiederhergestellt und das alte Feuerwehrhaus in Kasnevitz zu einer pulsierenden Begegnungsstätte umgebaut wurden, ist maßgeblich ihm zu verdanken – und zwar nicht nur als Ideengeber und Organisator: Er hat an den Bauten auch ganz konkret mit eigener Hand gearbeitet. Auf diese Weise wurden Orte geschaffen, die abseits der touristischen Hotspots für die Menschen seiner Heimat da sind und so ein lebendiges wie kulturell anspruchsvolles Miteinander ermöglichen.