Am 10. September 2026 kamen rund 400 Gäste an die SLV Nord um gemeinsam mit dem DVS-Bezirksverband Hamburg den 7. Abend der Schweißtechnik sowie das 100-jährige Bestehen der Schweißausbildung in Hamburg zu feiern.
Geselliges Get-together, Grillwurst, fachlicher Input an 30 Ausstellerständen – und ein kräftiger Abschluss-Knall. Es war ein gelungener Nachmittag und Abend mit lebhaftem Netzwerken, informativen Themenrundgängen und funkensprühenden Darbietungen.
Als Auftakt der Jubiläums-Veranstaltung begrüßte Armin Schlieter, Geschäftsführer der SLV Nord, die Gäste mit einer Zeitreise zurück zu den Anfangsgründen der Schweißausbildung in Hamburg. Nach dem Grußwort ergriff Hjalmar Stemmann, Präsident der Handwerkskammer Hamburg, das Wort. „Ohne Schweißen wäre die moderne Welt schlicht nicht gebaut“, hob er die große Bedeutung der Schweißtechnik weltweit, aber auch ganz speziell für Hamburg hervor.
Nach den beiden Begrüßungsansprachen konnten sich die Gäste mit einem Imbiss vom Grill, Crêpes und Eis stärken und sich ausführlich der umfangreichen Industrieausstellung in Foyer, Hof und Schweißwerkstatt widmen. Hierbei gab es u.a. die neuesten Cobots zu bestaunen, handgeführtes Laserschweißen, automatisiertes Schweißen und Infrarot-Kunststoffschweißen live zu beobachten; wer die Herausforderung suchte, konnte ebenfalls sein Können am Schweißsimulator testen. Andere Stände wiederum präsentierten Schweißgeräte, Schweißhelme und schweißtechnische Komponenten der neuesten Generation oder widmeten sich den Themen Gasversorgung, Rauchabsaugung, Bolzenschweißen, Notfallmanagement, Qualitätsmanagement oder Weiterbildung. Wer einen Kontrast zu dem reichhaltigen Aufgebot neuester Technik suchte, fand auch diesen: Zum Anlass der 100-Jahr-Feier hatte auch eine Schweißmaschine aus dem Jahr 1960 aus dem DVS-Schaudepot ihren Weg in die Ausstellung gefunden.
Um den Gästen die Möglichkeit zu geben, die Tätigkeitsbereiche der SLV Nord näher kennenzulernen, öffneten die Fachbereichsleiter Jörg Belfin (Kunststoffzentrum), Benjamin Wagner (Werkstofftechnik) und Jan Bargholt (Aus- und Weiterbildung) die Türen zu Führungen durch ihre jeweiligen Räumlichkeiten und berichteten aus erster Hand über tägliche Herausforderungen und Arbeitsabläufe.
Mit Einbruch der Dunkelheit hieß es einen guten Platz hinter den Absperrgittern sichern – die Vorführungen starteten. Die Rhomberg Sersa Schweißtechnik GmbH führte zunächst das Verbinden von Schienen im aluminothermischen Schweißverfahren vor, wobei hochschlagende Flammen zu beobachten waren und die Funken nur so spritzten. Den Abschluss bildete eine ebenso eindrucksvolle wie auch humorvolle Präsentation der ID Gesundheit rund um Brandschutz und Gefahren beim Schweißen.
Herzlicher Dank gilt allen Teilnehmern, Ausstellern, Mitwirkenden und Partnern für den gelungenen Nachmittag und Abend – für die netten Gespräche, den inspirierenden persönlichen Austausch, die fachlichen Impulse und zahlreichen neuen Kontakte.
Zur vollständigen Berichterstattung: