In einer gemeinsamen Presseerklärung fordern DVS Forschung und FOSTA, die geplanten Kürzungen der Mittel für die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) im Bundeshaushalt zurückzunehmen. Dieser sieht im aktuellen Entwurf für 2027 die Reduktion der Fördermittel vor. Damit droht der Stillstand der Mittelstandsförderung bei neuen Forschungsprojekten.
In einer gemeinsamen Presserklärung fordern DVS Forschung und FOSTA, die geplanten Kürzungen der Mittel für die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) im Bundeshaushalt zurückzunehmen. Dieser sieht im aktuellen Entwurf für 2027 die Reduktion der Fördermittel vor. Damit droht der Stillstand der Mittelstandsförderung bei neuen Forschungsprojekten.
Angesichts der aktuellen Herausforderungen in den Bereichen Verkehrsinfrastruktur, Energieversorgung, Netzumbau, KI und Digitalisierung stoßen die geplanten Einsparungen bei beiden Forschungsvereinigungen auf Unverständnis. „Wer hier kürzt, entzieht dem Mittelstand die Forschung, die Deutschland für die Transformation von Industrie und Wirtschaft braucht“, sagt Dipl.-Ing. Jens Jerzembeck, Geschäftsführer der DVS Forschung.
Derzeit sieht der Entwurf für den Bundeshaushalt 2027 vor, die Mittel für die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) von 178,5 auf 167 Millionen Euro zu kürzen. Damit würde der Forschungsetat gegenüber 2020 um ein Sechstel sinken. Die erneute Kürzung würde den finanziellen Spielraum für neue IGF-Forschungsprojekte ab 2027 drastisch verringern. Deshalb fordern vor Beginn der Haushaltsberatungen die Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e. V. des DVS, kurz DVS Forschung, und die Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V. (FOSTA) im laufenden Haushaltsverfahren eine Kurskorrektur und Rücknahme der vorgesehenen Kürzungen.
„Wer die Infrastruktur in Deutschland modernisieren, die Industrie dekarbonisieren und die Grundlagen für Zukunftstechnologien legen will, der kann in der aktuellen Situation nicht darauf verzichten, die entsprechenden Forschungsmittel für den Mittelstand bereitzustellen“, so Dipl.-Ing. Rainer Salomon, Geschäftsführer der FOSTA. Denn gerade die IGF stärkt die technologische Handlungs- und Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen. Laufende Forschungsprojekte, beispielsweise zu „grünem Stahl“, resilienten Versorgungsleitungen oder ermüdungssicheren Brückenkonstruktionen, liefern genau die technologischen Grundlagen, die Deutschland für die Infrastrukturerneuerung und Dekarbonisierung braucht.
„Das sind zentrale Kernvorhaben der Wirtschaftspolitik, die den Standort Deutschland zukunftsfähig machen. Die im Regierungsentwurf vorgesehenen Kürzungen drohen ein seit Jahrzehnten bewährtes und in dieser Form einzigartiges Modell der vorwettbewerblichen Gemeinschaftsforschung erheblich zu schwächen“, erklärt Jens Jerzembeck. In diesem Zusammenhang verweist er auch auf den Koalitionsvertrag, der die Stärkung und Beschleunigung des Forschungstransfers als Ziel formuliert hat.
Weiterführende Informationen zu dem Thema enthält die gemeinsame Presse-Information der FOSTA und der DVS Forschung.