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Quelle: Marko Veskovic/istock.com
Bildung
28.08.2026
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Fachkräftesicherung in der Fügetechnik

Poten­ziale er­ken­nen, Quali­fizierun­gen an­bieten

Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der Metallverarbeitung und Fügetechnik bleibt ungebrochen hoch. Demografischer Wandel, veränderte Bildungsbiografien und ein insgesamt rückläufiges Bewerberaufkommen verschärfen den Wettbewerb um Nachwuchskräfte zusätzlich. Im aktuellen Blogbeitrag der GSI - Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH erläutert Vincenzo Coda, wie Qualifizierungsmaßnahmen Unternehmen dabei unterstützen können, Fachkräftepotenziale für sich zu erschließen.

Um den Bedarf an qualifizierten Fachkräften langfristig zu sichern, lohnt sich ein weitgefächerter Blick auf potenzielle Zielgruppen und auf die möglichen Bildungswege in den Beruf. Neben klassischen Ausbildungswegen gewinnen Umschulungen, Weiterbildungsangebote und individuelle Qualifizierungsmaßnahmen an Bedeutung. Hier ergeben sich Potenziale für die Füge-, Trenn- und Beschichtungstechniken jenseits des klassischen Ausbildungsmarktes

In der Diskussion um den Fachkräftemangel wird häufig auf Schulabgängerinnen und Schulabgänger fokussiert. Gleichzeitig gibt es zahlreiche junge Erwachsene und Arbeitssuchende, die den direkten Einstieg in Ausbildung oder Beschäftigung bislang (noch) nicht geschafft haben. Sie verfügen jedoch oftmals über ein hohes Entwicklungspotenzial. Vielfach fehlt es nicht an Motivation oder an Leistungsbereitschaft, sondern an passenden Qualifizierungsangebote und einer gezielten fachlichen sowie persönlichen Begleitung. Bildungsmaßnahmen, in die die Nachwuchskräfte sicher eingebunden sind und die ihnen Orientierung bieten, führen sie an technische Berufe heran, ohne sie zu überfordern. 

Eine nachhaltige Fachkräftestrategie beginnt nicht erst bei den Schulabgängerjahrgängen eines einzelnen Jahres. Sie umfasst die Förderung unterschiedlicher Zielgruppen, die Anerkennung individueller Entwicklungspotenziale und den Ausbau qualitätsgesicherter Bildungsangebote, wie die des DVS-Bildungssystems.

Qualifizierung als Schlüssel zur Fachkräftesicherung

Die Schweißtechnik bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Industrie und Handwerk. Entsprechend groß ist der Bedarf an gut ausgebildeten Schweißerinnen und Schweißern sowie an Fachkräften in angrenzenden Metallberufen. Erfahrungen aus der beruflichen Bildung zeigen, dass gezielte Qualifizierungsmaßnahmen vielfach erfolgreich sind. Die Kombination aus fachlicher Ausbildung, praktischer Anwendung und pädagogischer Begleitung unterstützt Teilnehmende dabei, berufliche Kompetenzen aufzubauen und den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen.

Dabei profitieren nicht nur die Teilnehmenden, sondern auch die Unternehmen. Sie gewinnen Mitarbeitende, die sich bewusst für einen beruflichen Neuanfang entschieden haben und dementsprechend motiviert sind. 

Chancen durch Umschulung und Weiterbildung

Für die Fachkräftesicherung in der Schweißtechnik werden künftig alle verfügbaren Bildungswege eine wichtige Rolle spielen. Umschulungen und Weiterbildungen sind dabei weit mehr als eine Ergänzung zum klassischen Ausbildungsweg. Sie eröffnen Unternehmen zusätzliche Möglichkeiten, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und dem steigenden Personalbedarf zu begegnen.

Insbesondere betriebliche Praxisphasen und Praktika schaffen frühzeitig Kontakte zwischen Unternehmen und potenziellen Mitarbeitenden. Beide Seiten lernen sich kennen, Qualifikationen und Handfertigkeiten werden unter realen Bedingungen erprobt, möglicherweise werden auch Talente entdeckt. 

Gemeinsam Verantwortung für die Zukunft übernehmen

Für die Füge-, Trenn- und Beschichtungstechnik bedeutet dies, Menschen den Zugang zu Qualifizierung und beruflicher Entwicklung zu ermöglichen und Unternehmen dabei zu unterstützen, ihren Fachkräftebedarf langfristig zu decken. Weiterbildung, Umschulung und berufliche Qualifizierung sind daher wichtige Bausteine für die Zukunftsfähigkeit der Branche.

Das DVS-Bildungssystem eröffnet vielfältige Wege in die Füge-, Trenn- und Beschichtungstechnik. Es bietet Menschen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen passgenaue Qualifizierungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Interessierte sowie Unternehmen sind eingeladen, sich in den DVS-zugelassenen Bildungseinrichtungen (wie zum Beispiel die SLV Bildungszentren Rhein-Ruhr in Duisburg und Gelsenkirchen) individuell über Bildungswege, Qualifizierungsmaßnahme und berufliche Perspektiven beraten zu lassen.  

Quelle: Der Beitrag basiert auf einem Originaltext von Vincenzo Coda (Praktische Ausbildung, SLV Bildungszentrum Rhein-Ruhr, GSI - Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH) und wurde für die Veröffentlichung im DVS-Kontext redaktionell überarbeitet.

 

DVS-zugelassene Bildungseinrichtungen

Bildung im DVS

Informationsangebot „Werde Metallfachkraft!“